durch das GartenJahr


März-April

Der Acker hatte über den Winter seine Ruhephase und konnte sich regenerieren. Durch unsere fleißigen Mitarbeiter, den Regenwürmern, ist aus den Pflanzenresten vom letzten Jahr lebendige Erde geworden. Nun düngen wir den Acker noch mit einer großen Portion Pferdemist und bereiten den Boden für die ersten Aussaaten vor.  Dann starten wir in das Gartenjahr, säen und pflanzen.


Mai

Ende April/Anfang Mai übergeben wir die Parzellen an die Vorstadtgärtner. Jetzt werden die Wunschbeete bepflanzt,die Parzellen dekoriert und schon eifrig gegossen. Jede Parzelle hat einen individuellen Namen, damit sie leicht zu finden ist.

In der Bauernsprechstunde gucken wir gemeinsam, was ist Unkraut, was ist die Gemüsepflanze. Zusammen schaffen wir das.

2-3 Wochen später können wir schon die erste Ernte einfahren - Spinat und Radieschen!


Juni

Im Juni kann man den Pflanzen, dank der tollen Pflege der VorstadtgärtnerInnen, fast beim Wachsen zusehen. Im Blühstreifen rund um die Parzellen summen und brummen die Insekten. Die ersten Salate werden geerntet , Zuckerschoten und Erbsen gleich in der Parzelle probiert und wir hören immer wieder von den Gärtnern, wie sie selbst das Unkrautjäten entspannt und sie "runter" kommen, geerdet werden. 


Juli

Die Blütenpracht in den Parzellen wird immer schöner und die Erntekörbe immer voller:

Salat, Buschbohnen, auch die seltenen dicken Bohnen, Kohlrabi, Spitzkohl, Mangold, erste Rote Bete und vieles mehr!

So manch ein Gärtner trägt riesige Zucchini- Trophäen mit nach Hause.

Die ersten Gurken werden eingekocht, Bohnen eingefroren und die essbaren Blüten getrocknet. So hat man auch noch im Winter Vorräte aus seinem Gemüsegarten.


August

Jetzt sind auch die Schnitt-Sonnenblumen in den Parzellen soweit und nach jedem Besuch kommt ein frischer Feldblumenstrauß auf den Tisch. Nebenan wird das Weizenfeld gemäht, die Gärtner erleben Landwirtschaft hautnah. 

Die Kürbisse sehen schon gut aus, aber wir ernten erst Blumenkohl und Broccoli. Manchmal stehen wir selbst staunend vor unserer reichen Ernte. Zur Abhilfe wird etwas an Freunde verschenkt und in der Gemeinschaft Einmach-Rezepte getauscht, wie z. B. Rote Bete-Ketchup! Lecker!   


September

Auf dem Speiseplan stehen jetzt frisch gerodete Kartoffeln und Zuckermais. Den Kürbis bereiten wir im Backofen zu.

Manch Vorstadtgärtner hat Exoten in sein Wunschbeet gepflanzt, die langsam zu reifen beginnen. Aber auch nachgesäte Salate oder Bohnen sind noch zu ernten.

"Die Palme des Nordens" bleibt noch stehen. Klassisch ernten wir den Braunkohl erst nach dem ersten Frost. Aber der neueste Trend ist ja Braunkohl roh als Salat oder püriert im Smoothie. Dank des Vorstadtgemüses können wir alles ausprobieren und entscheiden, was uns am besten schmeckt.


Oktober

Im Oktober stehen Pastinaken ganz hoch im Kurs. Als Suppe oder Ofengemüse erobern sie unsere Herzen.  Auch Palmkohl schmeckt uns ganz wunderbar und wir probieren sogar Chips daraus zumachen. Der im August ausgesäte Feldsalat sieht auch schon gut aus. Die letzten Beten kommen jetzt auch aus der Erde und wir freuen uns über die Vielfalt die sich uns noch bietet.

Für uns steht im Oktober noch eine große Feldfrucht an. Unsere Süßkartoffeln! 


November-Februar

Im November wird es langsam stiller im Gemüsegarten. Viele Parzellen sind schon abgeerntet. In einigen steht noch Palmkohl, Grünkohl und Rosenkohl. Auch Feldsalat bereichert noch die Erntekörbe.  Am 30. November schließen sich die Gartentore und der Acker bekommt seine "Auszeit". Nach einer Frostnacht häckseln wir alle übrig gebliebenen Pflanzen ab.  Die Feldtiere finden noch Nahrung und die Regenwürmer verwandeln die Pflanzenreste in wertvollen Humus.