Die ersten Freiland-Süsskartoffeln aus Norddeutschland


Die Pflanze

Die Süsskartoffel oder Batate ist schon mit Christoph Kolumbus aus Amerika nach Europa gekommen. Sie war bei uns allerdings über die Jahrhunderte etwas in Vergessenheit geraten. In Amerika, Afrika und Asien dagegen haben die verschiedensten regionalen Sorten einen festen Platz auf dem Speiseplan. Im Gegensatz zu den "normalen" Kartoffeln (Nachtschattengewächse) gehören sie zu den Windengewächsen, an der Blüte unschwer zu erkennen. Nicht nur die Knollen sind essbar, sondern auch die Ranken und Blätter. In Afrika werden sie vielfach wie Spinat zubereitet und gegessen.

Der Anbau

Süsskartoffeln stammen aus den Subtropen. Das heißt, sie lieben warmes bis heißes Sommerwetter. Frost dagegen mögen sie überhaupt nicht, dann sterben sie ab. Um ihnen einen optimalen Start bei uns zu ermöglichen, pflanzen wir im Mai Jungpflanzen in mit schwarzer Folie bedeckte Dämme. Zuerst entwickeln sie ein dichtes Wurzelwerk, anschließend bilden sie ab Juli einen wahren Teppich aus vielen Trieben und Ranken. Das bildet die Grundlage für eine gutes Knollenwachstum. Süsskartoffeln beenden ihr Wachstum erst, wenn es im Herbst kälter als 10°C wird.

Die Ernte

Unsere Sorten sind Züchtungen aus den US-amerikanischen Südstaaten: Rote Schale mit orange-farbenem Fruchtfleisch. Sie sind reich an Ballaststoffen, Antioxidantien und anderen wertvollen Inhaltstoffen, daher zunehmend beliebt bei gesundheitsbewussten Menschen.  Vor der Ernte entfernen wir das Laub und roden anschließend die empfindlichen Knollen mit großer Sorgfalt. Sie sind dann auch gleich essbar: roh, gekocht, gedünstet, gebacken, frittiert. Richtig süß werden Süsskartoffeln aber erst nach einer Reifezeit von 2-3 Wochen. Die Lagertemperatur sollte nicht unter 13°C betragen, damit sie ihre Konsistenz und ihren Geschmack behalten.